Ein Heide Im Kloster, oder ZUKinis im Einsatz: FÖJ action
Mittwoch, 6. März 2013
2. BDK
Heyho.
Letztes Wochenende war ich als Vertreter Bayerns in Hannover auf der 2. FÖJ-Bundesdeligiertenkonferenz.
Dort wurden viele wichtige Themen zum allgemeinen Thema FÖJ besprochen.
Aber auch die AKs haben viel produktiv gearbeitet.
Es wird dieses Jahr zwei FÖJ-Bundesaktionstage geben.
Einen in Erfurt, und einen in Berlin.
Ich bin im AK Politische Akion, wir organisieren den Aktionstag in Thüringen.
Es ist momentan so, dass die weitere Finanzierung des FÖJ in Thüringen ungeklärt ist. Das Land ist im Moment nicht bereit, einen Teil der Finanzierung zu übernehmen. Dadurch sieht's ganz schön düster aus, und wir wollen einen Aktionstag als eine Form der Demonstration organisieren.
Außerdem werden wir schon im Vorfeld mit Politikern reden, um evtl alternative Finanzierungskonzepte zu erarbeiten.

Der AK Öffentlichkeitsarbeit hält gerade einen Filmwettbewerb ab, und dazu hab ich den Trickfilm, den ich in der Schule produziert habe (endlich) mal ins Netz gestellt: http://www.youtube.com/watch?v=oTNuvL9YXJM

Greets
Mr.Nanda

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Sonntag, 10. Februar 2013
3. Seminar auf dem Kienberg im Allgäu
Heyho.
Letzte Woche hatten wir unser drittes Seminar.
Am Wochenende vorher war ich in München. Am Sonntagabend waren wir dort in einem Impro-Theater. Die Location heißt Drehleier und die Impro-Truppe 'Tatwort'.
Wer in München lebt, oder sonst irgendwie mal die Gelegenheit hat dorthin zu gehen, sollte sich das nicht entgehen lassen.
Echt zum Brüllen. Und die Schauspieler sind richtig gut.
Ist auf jeden Fall kein vergeudeter Abend und macht Spass :D
Am Montag ging's dann mit dem Zug und dem Großteil der Seminargruppe in Richtung meiner Heimat.
Unser Seminar sollte im schönen Allgäu, genauer auf dem Kienberg bei Biessenhofen, stattfinden.
Vom Bahnhof Biessenhofen gings mit dem Bus in das Landjugendhaus Kienberg.
Sehr schönes Haus. Und gutes Essen.
Unser Thema des Seminars war Energie. Genauer haben wir uns mit regenerativen Energien, mit dem Ausstieg aus der Atomenergie und dem Umstieg auf Ökostrom beschäftigt.
Wir hatten am Mittwoch eine sehr guten Vortrag einer Vertreterin des 'Projekt21+'.
Das Thema war sehr gut aufbereitet.

Bei welchem Stromanbieter bist du?
Weist du wieveil die Kilowattstunde bei diesem Anbieter kostet?
Wenn du's nicht weisst, ist's dir eh egal, und falls du's weisst, dann überleg mal wo dein Strom herkommt.
Ich möchte euch dazu auffordern zu einem der Öko-Stromanbietern zu wechseln.
Der Bundesweite Umstieg auf regenerative Energien bei der Strom erzeugung ist schon lange kein Problem mehr, wird allerdings von der starken und guten Lobbyarbeit der vier großen deutschen Energiekonzerne (EON,RWE,Vattenfall,ENBW) verhindert.
Auch dass unsere alten AKWs noch laufen haben wir diesen Konzernen zu verdanken, weil sie verpennt haben auf Ökostrom umzusteigen. Und so wurde diese Marktlücke jetzt von Greenpeace Energy, Naturstrom AG, LichtBlick, und vielen kleinen Konzernen wie z.B. EWS, gefüllt.
Wir sollten diese Konzerne unterstützen, weil sie viel Aufklärungsarbeit, Politische Arbeit und Soziale Arbeit leisten und nebenbei auch noch Umweltfreundlichen und Klimaneutralen Storm produzieren.
Meistens sind die Ökostromer auch noch billiger als die Konventionellen.
Denkt drüber nach. Hier ist die Möglichkeit durch sparen die Welt zu verändern und das Klima zu schützen.

Am Donnerstag war das Thema dann ziemlich abgeschlossen und Nachmittags gings nach draussen um gemeinschaftlich eine große Schneemauer um die Feuerstelle zu errichten.
Die Arbeit war hart und schwer für uns wenige Bauherren, aber am Ende stand ein mannshoher dreiviertel Kreis mit 7m Durchmesser aus gepressten Schneeblöcken. Selbst Schneefall und Dunkelheit hielt uns nicht vom Bauen ab :D
In der nun von Wind geschützten Feuerstelle sollten Glühwein und Punsch zubereitet werden, was allerdings um eine Stunde verzögert wurde, da sich der Rauch innerhalb der Mauer so hartnäckig hielt, dass man dort ungefähr so gut atmen konnte wie unter Wasser. Erst nachdem das Feuer eine Stunde brannte ließ es sich am Boden innerhalb der Mauer aushalten und Glühwein und Wunschpunsch kochen.

Die geplante Gemeinschaftsaktion hielt nicht besonders lange, da man am Feuer in einem Atemzug das Pensum von zwei Zigaretten inhalierte und es kalt und die Klamotten schnell nass waren.
Allerdings ging der Abend dann im Seminarhaus noch lange weiter.

Tja, und am Freitag hieß es viel zu früh wieder Abschied nehmen.


Ich möchte hier noch ein Buch weiterempfehlen.
Das berühmte Werk von Allan und Barbara Pease 'Warum Männer nich zuhören und Frauen schlecht einparken' sollte Pflichtlektüre für alle Menschen in einer Beziehung sein.
Es basiert auf neuen neurobiologischen, soziologischen, ethologischen, antropologischen und verhaltensbiologischen Erkenntnissen. Es birgt sehr viele Informationen zu bestimmten Verhaltensweisen der beiden Geschlechter.
Denn Mann und Frau sind unterschiedlich.
Auch wenn unsere moderne Gesellschaft krampfhaft versucht uns etwas anderes weiszumachen.
In unserer heutigen Gesellschaft gilt eine Frau als stark wenn sie männlichen Verhaltensmustern folgt, und ein Mann als schwach wenn er eher weiblichen Verhaltensmustern folgt.
Der Witz aber ist, dass wir alle die Veranlagungen zu beiden Verhaltensmustern haben.
Nur ist die Auprägung bei jedem Menschen anders.
Lest das Buch, ihr werdet verblüffend viel über euch selbst erfahren. Und noch viel mehr über typische Verhaltensweisen des anderen Geschlechts, die für euch völlig unverständlich sind :D

Greets to all of you
Mr.Nanda

Sonnenaufgang über dem schönen Allgäu

Das Essen war wirklich gut!
<br />
Und der Nachtisch war nicht zu verachten ;D

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Samstag, 1. Dezember 2012
Leise bieselt das Reh in den Ammersee...
Heyho.
Letzte Woche fand wieder eines dieser berühmt-berüchtigten FÖJ-Seminare im Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil am Ammersee statt.
Da ich dieses mal im Vorbereitungsteam war, war es nicht so extrem entspannt wie letztes mal, aber es war trotzdem sehr schön.
Am Montag wartete ich mit meiner Freundin und einer FÖJ-Kollegin in einer Münchner U-Bahnstation (Ich glaube, es war Hohenzollernplatz) auf die U-Bahn als ich einen fragenden Ruf nach mir vernahm. Ich drehte mich um und erblickte hocherstaunt meinen alten Schulkollegen Simon, der mit seiner immernoch gleich verstrubbelten Haarpracht und seinem anscheinend immernoch existierenden knallgelben Pulli aus der Menge herausstach. Er wirkte wie immer sehr entspannt und konnte mir noch mitteilen, dass er jetzt einen Bufdi macht und grad auf dem Weg zum Seminar ist, bevor er in seine U-Bahn steigen musste. Simon, ich habe mich sehr gefreut dich zu sehen und wünsche dir alles Gute für die Zukunft und hoffe auf ein Wiedersehen im Memminger Grünen Haus.
Als ich dann im Endbahnhof Herrsching angekommen war, ging es von dort aus mit meiner Seminargruppe eineinhalb Stunden zu Fuß am Ammersee entlang nach Wartaweil.
Es war sehr schön die vielen verschiedenen verrückten Leute wieder zu sehen.
Abends folgte ein unvergesslicher Abend am lodernden Feuer unter freiem Himmel. Es wurde viel erzählt und gelacht und ging bis tief in die Nacht.
Am nächsten Tag stand dann eine Exkursion ins RAMSAR-Vogelschutzgebiet Ammersee auf dem Plan. Von dem Naturschützer Hr. Dr. Hermann wurden wir ausführlich über die Problematiken des Naturschutzes im Allgemeinen und im Besonderen am Ammersee aufgeklärt. Wir konnten mit Ferngläsern und Spektiven viele verschiedenen Wildentenarten neben Silberreihern, Gänsesägern und Kormoranen beobachten.
Es war eine sehr interessante Exkursion die vielfältige Informationen für uns bereithielt.
Abends gabs dann am Lagerfeuer wildes Getrommel wie im tiefsten Urwald mit mehreren Djemben als Rythmusinstrumente und mehreren verschiedenen Shakern, Rasseln und anderen Trommeln.
Das ganze ging bis tief in die Nacht und auch wenn man seine Hände nicht mehr gespürt hat wurde weitergespielt. Zusammen mit der Lagerfeuerromantik ergab das dann eine wunderschöne Atmospähre am Ammerseeufer.
Am Mittwoch stand dann ein genaueres Eingehen auf das Seminarthema "Ernährung - regional, saisonal, fair" auf dem Plan. Es wurde viel über die heutige Hungerproblematik erzählt. Da es ein sehr komplexes Thema ist waren die folgenden Disskussionen auch sehr vielfältig.
Abends stand dann eine Überraschung durch das Vorbereitungsteam auf dem Plan.
Es fand das sogenannte Weltessen statt.
Durch die Annahme, die Gruppe representiere die Bevölkerung Europa, Asiens und Afrika wurden kleine Gruppen mit 4 Europäern, 5 Afrikanern und 16 Asiaten gebildet.
Die Europäer durften ein mehrgängiges Menü mit Salat und Schinkennudeln, Pesto und reichlich Gemüse genießen, die Asiaten bekamen Gemüsereis und mussten diesen mit den Fingern essen und die Afrikaner, zu denen auch ich gehörte, mussten eine kleine Portion Linsen zu 5 aus einem Topf essen.
Die Asiaten und Afrikaner hatten, gemäß der Realverteilung natürlich zu wenig zu essen und vor allem viel zu wenig zu trinken, während die Europäer im puren Luxus lebten.
Aber die Europäer sind dann relativ schnell dazu übergegangen den Asiaten und Afrikanern Entwicklungshilfe zu leisten.
Am Donnerstag dann wurden am Vormitag verschiedene klassische Konsumprodukte analysiert und eine Antiwerbung konzipiert. Ich behandelte mit meiner Gruppe Smarties von der Nestlé-Gruppe.
Die kleinen lustigen Dinger sind echte Scheißkerle. Aber ich denke die Nestlé-Problematik ist bekannt.
Mittag machten wir dann selbst Käse und Butter.
Käse nach indischem Rezept:
Milch heißmachen bis sie fast kocht.
Dann Zitronensaft hinzugeben (am besten frischen). Und zuschauen wie die Milch ausflockt.
Ausflocken lassen und die Flocken in ein Tuch schütten und die restliche Flüssigkeit auspressen. Schon ist der feinkörnige Käse fertig. Ordentlich würzen und es schmeckt super.
Vielleicht kann ja jemand von der Seminargrupper, der da persönlich dabei nochmal in einem Kommentar das ganze genauer erklären...
Butter:
Am besten geht's mit einer Glasflasche. Die Glasflasche reinigen und trocknen.
Dann halb mit Sahne auffüllen.
Und schütteln. Und schütteln. Und schütteln.
Bis das ganze zu fester Schlagsahne wird.
Und weiter schütteln. Ganz feste.
Dann setzt sich das Fett in einem Butterklumpen in der Buttermilch ab.
Einfach mit einem Messer oder kleinen Löffel aus der Flasche pulen.
Die Buttermilch schmeckt super und die Butter auch.
Außerdem total einfach zu machen.
Auch als Sonntagvormittagaktion für die Kinder geeignet.
Am Freitag war dann großes Putzen angesagt und es ging wieder nach Hause.

Das Seminar war ein Selbstversorgerseminar, das heißt jede Mahlzeit wurde von uns selbst vor- und zubereitet. Es gab jeden Tag mindestens einmal eine warme Mahlzeit, was zu großen logistischen Kochkünsten führte, da riesige Mengen an Gemüse verarbeitet werden mussten.

Großes abendliches Kochen
Ergebnis des großen abendlichen Kochens
<br />
Mmmhhhhh...

Ich freue mich, dass ich eine so schöne Woche mit so verschiedenen Leuten verbringen durfte.

Grüße aus dem verschneiten Benebeuern.
euer Mr.Nanda

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Dienstag, 6. November 2012
Rückkehr aus dem hohen Norden
Hey.
Ich bin wieder da. Mein letztes Wochenende habe ich im hohen Norden, in Hannover verbracht.
Dort fand von Freitag bis Sonntag die FÖJ-Bundesdeligiertenkonferenz statt, auf welcher ich als Vertreter der bayerischen FÖJler anwesend war.
Das Programm ging von 09:00 morgens bis ca. 22:00 abends. Ziemlich hart. Ich muss sagen, dass ich nach diesem Wochenende nur noch Matsch in der Birne bin. Wir haben sehr viel angeregt disskutiert. Aus ganz Deutschland waren Landesvertreter angereist um die Probleme und aber auch die Errungenschaften im FÖJ ihres Landes zu disskutieren, Ideen auszutauschen und Inspirationen mit nach Hause zu nehmen.
Ein sehr viel disskutierter Punkt war, dass
in Thüringen das FÖJ vermutlich abgeschafft wird!!!
Dort wird das FÖJ bis jetzt fast ausschließlich aus Europäischen Fördergeldern finanziert und diese laufen nächstes Jahr aus.
Und so wie es momentan aussieht ist das Land Thüringen nicht bereit die Kosten für das FÖJ zu übernehmen. Schon in diesem Jahr wurden über 50 Stellen in ganz Thüringen gestrichen.
Tja liebe Freunde, ich persönlich fände es sehr schade wenn dort nicht mehr die möglichkeit bestünde ein Freiwilliges Ökologisches Jahr abzuleisten..
Das FÖJ bietet vielen jungen Leuten aus allen sozialen Schichten die Möglichkeit sich zu engagieren und sich für die Umwelt einzusetzten, ist aber gleichzeitig auch ein bildendes Jahr für die jungen Leute.
Aus diesem Grund wird jetzt unter allen FÖJlern Deutschlands eine Unterschriftenaktion anlaufen.
Pro FÖJ Thüringen!

Ansonsten habe ich jetzt meine ersten beiden Dreads. Sind eigentlich sehr praktisch die Dinger, weil schon mal einige Haare aufgeräumt sind. Und sie sind auch echt easy zu machen. Ganz ohne dass man sich irgendwas in die Haare schmiert wie einem das in verschieden Foren empfohlen wird. Eine kleine Häkelnadel reicht.
Bei dem Versuch meine Dreads trocken zu föhnen hab' ich gerade meinen Föhn in die Luft gejagt. Keine Ahnung wie. Es stieg ein Rauchwölkchen auf es gab einige Blitze und der Föhn hat nichts mehr getan ;D

Ich wünsche allen liebe Grüße aus dem gemütlichen Oberbayern.

Greets
Mr.Nanda

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